WOL – Working out Loud

Das Thema WOL – Working out Loud ist, zumindest in meiner Filterblase, gerade sehr präsent.

Nun hat mich ein guter Freund gefragt, ob ich es nicht ausprobieren wolle. Da ich bekanntermaßen neugierig bin, habe ich mich seinem sogenannten „Circle“ angeschlossen. In der Beitragsreihe möchte ich kurz berichten was WOL überhaupt ist und was ich daraus lernen konnte.
In diesem Start-Beitrag geht es um eine grobe Übersicht und die ersten beiden Wochen meines WOL Circle. Danach folgend werde ich immer wieder Beiträge anschließen, die dann 2-3-4 Wochen zusammenfassen.

Was ist WOL?

Ein Hinweis noch für alle, die sich schon intensiver damit befasst haben und mir evtl. widersprechen (oder zustimmen) möchten: Während ich diesen Text schreibe, bin ich in der 3. Woche des Programms und versuche, euch „live“ teilhaben zu lassen. Es kann also gut passieren, dass die Definition sich noch ändert.

Die offizielle Definition und wie alles entstanden ist, findet ihr z.B. bei Wikipedia, einer der vielen WOL Community Seiten wie workingoutloud.com oder zuhauf im Netz,

Im folgenden daher meine ganz persönliche Sicht auf die Dinge.

WOL ist ein 12wöchiges Programm, in dem ich selbst gesteckte Ziele erreichen kann. Die Ziele werden in der Gruppe, den sogenannten Circles, besprochen.
WOL versteht sich nicht als Regelwerk, sondern mehr als „roter Faden“.
Als eine Ansammlung von Tipps, die beim erreichen der Ziele helfen.
In „meinem“ Circle versuchen wir, sehr nah am roten Faden zu bleiben.

Woche 01

In der ersten Woche lernen sich die Mitglieder des Circles kennen. In meinem Fall sind wir eine Gruppe von fünf Menschen, die sich schon mehr oder weniger gut kennen.

Es wird geklärt, was uns zusammengebracht hat, es werden die Ziele festgelegt und eine Beziehungsliste erstellt.

Das wichtigste: Die Ziele

Bei WOL geht es darum, in den 12 Wochen ein selbst gewähltes Ziel zu erreichen. Hierzu gibt es ein paar Empfehlungen, diese sind z.B.

  • ist mir das Ziel wichtig?
  • Kann ich von den Erfahrungen der anderen profitieren?
  • Kann ich in 12 Wochen messbare Fortschritte sehen?
  • Traue ich es mir selbst zu und habe ich Lust darauf?

Bei uns finde ich interessant, dass drei der Mitglieder sich für ein Business-Ziel entschieden haben und zwei für ein persönliches.

Nachdem wir alle unsere Ziele festgelegt haben, besprechen wir, ob sie den Empfehlungen entsprechend umsetzbar sind und geben uns gegenseitig erste Tipps.

Mein WOL Ziel lautet

„Ich möchte meine Schlafgewohnheiten und Tiefschlafphasen optimieren, um wieder ausgeglichener und konzentrierter zu werden.“

Die Beziehungsliste

Sind die Ziele festgelegt, wird eine Beziehungsliste erstellt.
Hier geht es darum, andere Menschen zu finden oder zu kennen, die bereits ähnliche Ziele erreicht haben. Dies können Die Mitglieder des eigenen Circles sein, aber auch Freunde, Fremde, Bekannte, Kunden oder bis dahin fremde Menschen, die z.B. über das Thema im Internet schreiben.

Auch diese Liste wird anschließend besprochen und wir geben uns gegenseitig Tipps, welche Personen wir noch auf unsere Liste setzen können.

Meine Liste

In der ersten Woche sieht meine Liste noch so aus:

  • Die Mitglieder aus meinem Circle
  • Autor eines Buches über Schlaf
  • Chris Surrel, in Schlafcoach, den ich bei einem Vortrag zum Thema „schlafen“ gehört habe
  • verschiedene Moderatoren aus Meditations-Podcasts
  • Ein Psychotherapeut

Woche 02

Die zweite Woche startet damit, für andere Menschen etwas gutes zu tun. Das kann z.B. eine Erwähnung in Social Media sein, ein offizielles Danke, ein Angebot, ein kleines Geschenk oder etwas ähnliches um jemandem eine Freude zu machen.

Anschließend befassen wir uns mit der Beziehungsliste. Es geht darum, die Personen auf der Liste danach, wie gut man sie kennt, einzuschätzen. Also z.B.

  • 1 für „kenne ich gar nicht“ bis
  • 5 für „kenne ich sehr gut und persönlich“

Außerdem erstellen wir selbst erste Beiträge zu unserem Thema, z.B. durch ein Posting bei LinkedIn, Twitter oder auf unser Webseite und versuchen, mit den Personen auf unserer Liste, die wir noch nicht kennen, in Kontakt zu kommen.

Geben und nehmen

Etwas länger befassen wir uns in dieser Woche mit dem geben und nehmen. Durch eine Übung und Selbstbeobachtung besprechen wir, wie wir mit dem Thema „geben“ und „nehmen“ umgehen. Dies fängt mit einem ganz banalen Beispiel an:

  • Wenn wir jemandem die Tür aufhalten, machen wir das für die andere Person oder für uns selbst, um uns besser zu fühlen?
  • Und wie fühlen wir uns, wenn die andere Person nicht „danke“ sagt oder gar nicht reagiert, wenn wir die Tür aufgehalten haben?

Das waren spannende Diskussionen und Sichtweisen die hier thematisiert wurden.

Wie gehts weiter?

So liefen die ersten beiden Wochen ab. Selbstverständlich wurde noch einiges mehr besprochen, aber dies waren die für mich wichtigen Punkte und Punkte, von denen ich mir vorstellen kann, dass sie auch für andere interessant sind. Demnächst beschreibe ich die nächsten Wochen in einem neuen Beitrag