Berlin bei Regen

Tschüss Facebook – auf (nimmer)wiedersehen!?

Vor etwa 1.5 Jahren habe ich in diesem Beitrag beschrieben, warum ich das Netzwerk XING verlasse und meine Aktivitäten verstärkt auf linkedIn konzentriere. Damit bin ich bisher gut gefahren. Da mich Facebook in den letzten Monaten immer mehr genervt hat, werde ich auch dort meinen Account  löschen nicht mehr nutzen.

Heute erzähle ich euch, wie es dazu kam.

Zeitfresser

In den letzten Wochen in denen ich Facebook noch aktiv benutzt habe, ist es mir total bewusst geworden.
Es ist ein absoluter Zeitfresser.

Oft habe ich mehrere Stunden am Tag damit verbracht, durch Facebook zu surfen und zu klicken. Wie ein zweites Internet.
Und dabei habe ich nicht mal, bzw nur sehr selten, Dinge kommentiert oder Beiträge gepostet.

Sicherheit und Skandale

Die meisten von euch werden es mitbekommen haben, aber gerade letztes Jahr hatte ich das Gefühl, dass die Skandale rund um Facebook immer mehr und immer „übler“ werden.
Etliche Daten wurden gestohlen oder direkt einfach weitergegeben. Apps lesen Chats aus, Profildaten werden weitergereicht.
Was genau dahinter steckt und wie tief alles geht weiß mittlerweile wahrscheinlich nicht einmal mehr Mark Zuckerberg selbst.

Gerade in den letzten Tagen kam wieder die Meldung auf, Facebook würde sich jetzt dann endlich vermehrt um Datenschutz kümmern. Aber mal unter uns gesagt: Diese Nachricht kam in den letzten 5 Jahren so oft, keiner glaubt das noch, oder?

Mir ist bewusst dass ich mich im Internet bewege und ich dort keine privaten Details posten sollte, natürlich. Habe ich auch selten getan, trotzdem ist mir dieser Umgang mit meinen Daten als User nicht mehr recht.

Niemals geht man so ganz. Oder?

Irgendwann im letzten Jahr wurde mir klar, wie süchtig ich nach Facebook bin. Wie oben erwähnt, hatte ich viel Zeit dort verbracht, ohne wirklich einen Nutzen davon zu haben. Irgendwann im letzten Quartal 2018 habe ich dann einfach mal eine einmonatige Pause gemacht und mich ausgeloggt.

Die Skandale wuden größer größer, die positiven Punkte immer weniger.
So habe ich direkt nochmal bis Jahresende 2018 pausiert und so insgesamt ca 3 Monate pausiert.

Seit Jahresanfang 2019 ist mein Account in einer Art Schwebezustand.
Auf meiner Profilseite habe ich potentielle Besucher informiert, dass ich dort nicht mehr aktiv bin.
Neue Freundschaftsanfragen, Erwähnungen, Nachrichten oder Verlinkungen bleiben ungesehen und unkommentiert.

Eigentlich könnte ich den Account auch komplett löschen.

…aber?

Ja es gibt ein „aber“.

  • Hamburg
    Da ich in absehbarer Zeit nach Hamburg ziehen möchte, lasse ich mir die Hintertüre noch offen, mir hierbei von Facebook, vor allem von Gruppen, helfen zu lassen.
    Mir wurden hier 2-3 Gruppen empfohlen, die für den Umzug, die Jobsuche und die Anfangszeit hilfreich sein können.
  • Der Nutzername
    Der Nutzername (und dadurch der Link zu meinem Profil) ist durch die Jahre eng mit mir verbunden.
    Da ich noch nicht genau weiß, ob dieser nach der Löschung wieder freigegeben wird, überlege ich noch das Profil einfach stehen zu lassen.
  • Das Netzwerk
    Im laufe der letzten ca 10 Jahren sind doch die ein oder anderen Kontakte, Freundschaften und Kundenbeziehungen dort entstanden. Sicherlich bekommen nicht alle die „ich bin dann offline“ Postings mit. Daher ist es meiner Meinung nach schon sinnvoll das Profil (estmal) noch stehen zu lassen.

Fade Out

Zugegegben: Es ist mehr ein „Fade Out“ als ein komplettes Löschen.
Aber die Aktivität ist deutlich geringer, quasi nichtig geworden und das Profil besteht eigentlich nur noch aus Gründen der „Abwesenheitsnachricht“.
Der einzige und wohl auch letzte Nutzungszweck für mich ist derzeit noch die Möglichkeit der Gruppenfunktion für mein Projekt Hamburg.