Ähnlich wie schon 2019 war auch das Jahr 2020 für mich ein Jahr der Veränderungen. Auch wenn es pandemiebedingt wenige hervorzuhebende Ereignisse gab, waren diese wenigen Ereignisse doch zumindest für mich sehr bedeutend. Ein paar davon möchte ich gerne mit euch teilen.

Erstes Quartal

Januar

Das Jahr fängt gut an. Was mich besonders freut: Die Fotografie geht wieder los. Ein großes Projekt für den „bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund“, dass mich durch ganz Bayern bring, steht in den Startlöchern und 2-3 weitere kleinere aber spannende Projekte sind in der finalen Planungsphase.
Außerdem kuratiere ich eine Woche lang den RoCur Account @wirsindgruen und nehme an meinem ersten WOL Circle teil.

Februar

Die Pandemie ist noch weit genug weg und es finden noch Treffen statt. Für „Austausch macht Schule“ fotografiere ich ein parlamentarisches Frühstück im bayerischen Landtag und meine Partnerschaft mit sixhop.net, die die Teilnehmer:innen meiner WordPress Kurse mit Hosting unterstützen, beginnt.
Apropos WordPress: Langsam kommt die doch Pandemie näher, wird realer. In Frankfurt findet der letzte Präsenz WordPress Workshop für dieses Jahr statt. Das weiß ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht.

März

Nach jahrelanger Verweigerung davor starte ich im März meinen Instagram Account.
Außerdem lerne ich Katja Diehl kennen. Sie sucht bei Twitter nach WordPress Unterstützung, wir telefonieren, verstehen uns und planen eine virtuelle Schulung und setzen sie auch um.

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Drei Quartalsfotos

Zweites Quartal

April

Das erste Fotoshooting aus dem geplanten großen Projekt findet statt.
Aus Vorsicht und weil vieles unbekannt ist, setze ich es anders als ursprünglich geplant, draußen und mit 2m Abstand um.
Die Pandemie wird immer realer, einige sind in Kurzarbeit und/oder im Home-Office. Auch in meinem Teilzeit-Job sind wir alle dazu angehalten, nicht in den Landtag zu kommen.
Viele gehen davon aus, dass alles bald vorbei ist und nutzen die Zeit zur Aus- und Fortbildung. Dadurch kann ich ich einige WordPress Einzelseminare anbieten und geben.
Auch mit Katja entwickelt sich ein guter Austausch. Dabei erzähle ich ihr von meiner Liebe zu Hamburg und sie bietet mir ein Zimmer zu Besuch an.
Da mir in München gerade die Decke auf den Kopf fällt, nehme ich gerne an und fahre kurz darauf spontan nach Hamburg, zunächst nur für eine Woche. Mein Zug ist nahezu leer.

Mai

Viele merken dass die Corona-Situation doch länger dauert und werden vorsichtig. Es finden dadurch kaum Schulungen statt, aber ich bin hochmotiviert und versuche aus Hamburg andere Kund:innen zu akquirieren.
Es funktioniert und ich kann einige Interviews geben und fachliche Artikel für neue Kund:innen aber auch eine ganze Serie für meinen Bestandskunden RAIDBOXES schreiben.
Nach einiger Überlegung und Abklärung geht das große Projekt für den BBSB, das mich durch Bayern bringt, weiter. Also plane ich die Tour um neun Protagonist:innen in ganz Bayern mit Hygienekonzept, draußen und 2m Abstand zu fotografieren und fahre anschließend zurück nach Hamburg.
Aus der einen Woche zu Besuch bei Katja wurde ein Monat, ich bin sehr dankbar und fühle mich wohl in Hamburg.

Juni

Die neue Art der Fotografie macht mir große Spaß. aus der Not wurde ein neuer Stil und ich biete meine neue Art der Fotografie an, sammle Referenzen, finden neue Kund:innen via Twitter und LinkedIn.
Die Bilder des BBSB sind abgeschlossen aber noch nicht freigegeben, das Team ist aber sehr glücklich mit den Aufnahmen und schreibt mir eine wunderbare Referenz.
Aus einem geplanten WordPress Präsenz Workshop beim BJV wird eine virtuelle Schulung.

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Drittes Quartal

Juli

Aus der Woche wurden Monate und aus dem Besuch wurde eine WG mit Katja. Daraus ergibt sich meine größte Veränderung in diesem Jahr, ich ziehe nach Hamburg.

Im Juli kann ich meinen Traum umsetzen und bin ab sofort Wahlhamburger. Bei einem Ausflug nach München fotografiere ich eine Pressekonferenz für den BBSB und schließe das Portrait-Projekt damit final ab.

August

Ein paar Fotoshootings mit 2mAbstand finden statt. der August ist ansonsten angenehm ereignislos, diese Zeit nutze ich um meine neue Wahlheimat besser kennen zu lernen.

September

Fast den gesamten September verbringe ich in München und will eigentlich einige Menschen treffen, auch ein paar Geburtstage stehen an. Meine eigene Vorsicht im Umgang mit der Pandemie machen mir selbst einen Strich durch die Planungen und ich bleibe vorsichtig, treffe nur sehr wenige Kontakte und alle nur draußen.
Noch habe ich meine kleine Wohnung, fühle mich dort aber schon nicht mehr daheim. Freu mich auf Hamburg und die WG.

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Viertes Quartal

Oktober

Der letzte WordPress Workshop für den BJV hat gut geklappt und alle waren zufrieden, daher finden im Oktober weitere Termine statt. Durch Twitter und LinkedIn schaffe ich es, mein Hamburg-Netzwerk weiter auf- und auszubauen. Ein paar Fotoshootings kann ich noch anbieten und auch umsetzen.

November

Zu Besuch zum (vorerst) letzten mal in München. Es wird ernst: Meine Wohnung ist gekündigt und ich hole die letzten Sachen die noch da sind ab.
Mein neuer WOL Circle startet. Mein Ziel diesmal: „mein Netzwerk in Hamburg auf- und ausbauen und mehr lokale Kunden für Fotografie finden“.

Dezember

Der neue WOL Circle macht Spaß und bring neue Energie. ich setze mich mehrmals wöchentlich früh morgens daran, an meinem Ziel neuen zu arbeiten. Ein letztes WordPress Einzeltraining für dieses Jahr findet statt und ich gehe langsam in eine ruhige Phase über.
Nach reiflicher Überlegung entscheide ich mich dagegen über die Feiertage zu meiner Familie zu fahren und genieße die ruhigen Tage in meiner neuen Heimat und nutze die Zeit um anzukommen, mich zu sortieren, das Jahr Revue passieren zu lassen.

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Danke

Wow. Was für ein Jahr.

Bisher bin ich verältnismäßig gut durch diese Pandemie gekommen.

Mir sind meine Privilegien, die dazu beigetragen haben, aber sehr deutlich bewusst. Und noch bewusster geworden.

Leider zeigte dieses Jahr auch, wie ungerecht so vieles in dieser globalen Welt nach wie vor ist. Nicht nur „weit weg“ sondern auch direkt vor unseren Türen und im eigenen Land.

Für 2021 wünsche ich mir mehr Gerechtigkeit.
Überall wo es geht versuche ich hier (m)einen Beitrag zu leisten, andere zu unterstützen, verstänisvoll zu sein.
Und freue mich, wenn ihr das auch macht.

Neben all meinen Freund:innen, meiner Familie und meinen Kund:innen, die sich in diesem Jahr für eine Zusammenarbeit mit mir entschieden haben, möchte ich ein paar Menschen gern besonders danken.
Dafür dass sie besonders dazu beigetragen haben, dass mein Jahr sich so entwickelt hat.

Meine größte Veränderung und mein großer Wunsch „irgendwann mal“ nach Hamburg zu ziehen wäre z.B. ohne Katja und Daniel nicht so „einfach“ umsetzbar gewesen.

  • Clemens Fertig, mein Cousin, der schon vor mir in Hamburg war und mit dem ich mich viel ausgetauscht habe über die Stadt und andere Themen.
  • Daniel von Hoyer, mein Kollege und Chef im Teilzeit-Job (in Bayern), der mir viel Vertrauen schenkt, mit dem ich gern zusammen arbeite und der offen war und ist für diese remote-Erfahrung.
  • Frederika Hoffmann, eine Kollegin aus Hamburg, mit der ich mich viel über Fotografie, die Stadt und unser gemeinsames Viertel Eimsbüttel ausgetauscht habe und mit der ich einige Themen umsetzen möchte.
  • Katja Diehl, die von einer Kundin zur Gastgeberin und schließlich zur WG-Mitbewohnerin wurde. Hier freu ich mich auf weitere Stunden des Austausches, Essen, Trinken, Miteinander.
  • Leefke Krönke von RAIDBOXES, die meinen Schreibstil mochte und mit der ich auf sehr lockere und angenehme Weise einige fachliche Artikel zu WordPress umgesetzt habe.
  • Manuela Freese-Wagner, die meine fotografische Arbeit mochte und mir als Ansprechpartnerin beim BBSB Projekt nahezu freie Hand lies.
  • Tom Köhler, der mir viele Tipps für meinen Start in Hamburg gab und mich auch direkt mit einem eigenen Fotoshooting beauftragte.

Das Header Bild fasst mein Jahr ganz gut in einem Motiv zusammen.
Es zeigt im Hintergund die Elbphilharmonie, die mich als Gebäude immer wieder beeindruckt und im Vordergrund mein Fahrrad, das nun wie ich endlich in Hamburg ist und ein #Autokorrektur Aufkleber, das Projekt von Katja Diehl für das sie brennt und sich täglich einsetzt.

One Comment on “Servus 2020 – der Jahresrückblick”

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