Das Buch "Psychologie der Fotografie" liegt auf dem Boden

Verlag: dpunkt
ISBN 978-3-86490-270-3
144 Seiten
auch als E-Book

Ein etwas anderer Blick auf die Fotografie

Das ist ein Experiment. Dieses Buch habe ich vor etwas über fünf Jahren schon einmal gelesen. Leider ist mein Rezensionsexemplar verloren gegangen. Der Verlag war so nett mir erneut ein Exemplar zuzusenden, also dachte ich mir: ich lese und rezensiere es neu.
Ohne vorherigen Blick auf die „alte Version“ – um hinterher zu sehen ob meine Meinung sich großartig verändert hat.

Das Buch

Dieses Buch aus dem dpunkt Verlag handelt von der emotionalen Seite der Fotografie und von der Kunst, Menschen zu fotografieren.
Der Untertitel „Kopf oder Bauch“ verrät schon, dass es um die Herangehensweise an die individuelle Fotografie geht.
Wie wir Fotograf*innen auf Augenhöhe mit unseren Kund*innen arbeiten können, wir wir authentische Bilder erstellen aber auch davon, wie wir die Fotografie für uns selbst nutzen können und was Authentizität in der Fotografie überhaupt ist.

Die Kapitel

Das Buch ist unterteilt auf neun Kapitel, die ich hier zur Veranschaulichung der Themenbreite kurz auflisten möchte.

  1. Was erwartet Sie in diesem Buch?
  2. Der fotografische Prozess als bewusstes Gestalten
  3. Coachen des Models: Die Kunst, Vertrauen aufzubauen
  4. Körpertechniken: Welche Bedeutung hat die Körperhaltung des Models
  5. Kreativität
  6. Kopf vs Bauch
  7. Psychologie der Fotografie: Mindfulness
  8. Das „Objektiv und Kamera kaufen müssen“ Syndrom
  9. Fototherapie und Fotografie als Selbsterfahrung

Durch die Übersicht siehst du schon, dass es hier nicht um technische Tipps zur Fotografie oder Marketing geht, sondern um die Herangehensweise AN die Fotografie selbst. In einigen Kapitel interviewt der Autor Sven Barnow andere Fotografen und Experten.

Der Autor

Sven Barnow ist Fotograf und Psychologe, in seiner Auseinandersetzung mit Fotografie und Psychologie im Buch wird das immer wieder deutlich, denn er berichtet aus den Prozessen seiner Arbeit mit Mitarbeiter*innen, Patient*innen und verschiedenen Krankheitsbildern.

Fazit

Durch die fachlichen Blickwinkel des Autors bekommst du ganz neue Eindrucke in die Fotografie und kannst Ideen und Impulse mitnehmen, die in klassischen Fotobüchern eher nicht thematisiert werden.

Die Interviews erweitern diese Sicht nochmal um weitere Aspekte und Sichtweisen, die verdeutlichen, dass es nicht DIE Fotografie gibt.

Hier hätte ich mir noch das ein oder andere Interview mit einer Fotografin gewünscht um auch diese Facette noch mitzunehmen. Wirklich schade dass meiner Information nach keine zweite Auflage geplant ist, in die diese Idee einfliessen könnte.

Alles in allem aber ein richtig tolles Buch, dass die Fotografie aus einer neuen Perspektive zeigt.
Danke dem Verlag für die erneute Zusendung eines weiteren Rezensionsexemplares.