Im Beitrag „die richtige Kundin“ von letzter Woche, habe ich dir gesagt, dass Fotografie viel mit Emotionen, Sympathie und Augenhöhe zu tun hat. Passend dazu habe ich dir vor einiger Zeit ein paar Tipps gegeben, wie du dich auf ein Fotoshooting vorbereiten kannst um eventuelle Nervosität abzumildern.

Es ist die Aufgabe von uns Fotografen, dich gut gelaunt, locker und authentisch zu fotografieren.

was soll ich anziehen zum Fotoshooting Beitrag vom Mai 2020

In diesem letzten Beitrag habe ich auch gesagt, dass es Aufgabe von uns Fotografen ist, für gute Stimmung zu sorgen.
Im heutigen Beitrag möchte ich einmal beschreiben wie das bei meiner Fotografie abläuft und ich verrate das Geheimnis, warum die Personen meistens recht entspannt und authentisch, unverstellt, wirken.

Danke für die Inspiration zum Beitrag an @agilStoryteller via Twitter.

Vorgespräch

Vor dem Fotoshooting findet ein Vorgespräch statt.

Hier klären wir gemeinsam deinen Bedarf, deine Wünsche und Ziele. Aber auch wann, wo und für wen das Shooting stattfinden soll. Es ist zum Beispiel wichtig zu wissen, ob du selbst, deine Mitarbeiter:innen oder etwas ganz anderes fotografiert werden soll.

Während dem Vorgespräch entscheiden wir gemeinsam ob wir uns verstehen, die selbe (emotionale) Sprache sprechen, die selben Vorstellungen haben. Kurz gesagt, ob wir zusammen passen.

Nur wenn wir beide ein gutes Gefühl haben, kommen wir zu guten Ergebnissen.

Nur wenn wir beide ein gutes Gefühl haben, kommen wir zu guten Ergebnissen. Davon bin ich überzeugt.
Das Vorgespräch dient also sowohl der Abklärung der fotografischen Ziele, als aber auch der Sympathie.

Die Augenhöhe fängt im Vorgespräch an.
So selbstverständlich wie du als Kund:in das Recht hast, eine Zusammenarbeit abzulehnen, erlaube ich als Fotograf mir diese Option auch.

Fotoshooting

Wenn wir uns im Vorgespräch für eine Zusammenarbeit entschieden und einen Termin festgelegt haben, geht es um die Umsetzung. Wir treffen uns am ausgemachten Ort. Das ist momentan vermutlich draußen. Wenn diese Pandemie irgendwann vorbei ist, können wir auch gerne wieder in Räumen fotografieren. Neudeutsch „on Location“. – das heißt, dort wo du eben bist. Also beispielsweise in deinem Büro, deinem Geschäft oder deiner Werkstatt.

Fotografie ist Teamwork.

Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf„.
Das ist einer meiner Lieblingssätze aus meinen Workshops.

Bei der Portraitfotografie setze ich hier noch eins drauf.

Nicht die Kamera macht das Bild, sondern das Team aus Fotograf:in & Kund:in.“

Die Kamera bleibt Mittel zum Zweck. Du kannst dich drauf verlassen, dass ich die richtige Kamera für den besprochenen Einsatz im Gepäck habe.

Kompetenz

Bei allem was jetzt kommt hilft mir meine Erfahrung.
Und zwar nicht das Fachwissen aus der Fotografie direkt. Wie Kameras technisch eingestellt werden kann wirklich jede:r lernen. Erfahrungen auf verschiedenen Gebieten aber kann man nicht lernen, man muss sie selbst erleben.

Erfahrungen kann man nicht lernen, man muss sie machen.

Hier meine ich vor allem die Bandbreite und die Vielseitigkeit meiner Tätigkeiten.
Meine Erlebnisse vor und hinter der Kamera.
Meine Erfahrungen beim Fernsehen und im Radio.
Meine verschiedenen Jobs.
Meine Tätigkeiten als Dozent.
Überall hier hatte ich mit den verschiedensten Charakteren zu tun und glaub mir, nicht alle davon waren einfach.

Humor und Empathie

Auch wenn wir uns im Vorgespräch gut verstanden haben, kennen wir uns noch nicht.
Die Herausforderung ist es nun, die Bilder so wirken zu lassen, als wären wir seit Jahren gute Freunde.

Humor und Empathie ist hier meiner Meinung nach essenziell für ein gutes Miteinander auf Augenhöhe.

Humor und Empathie öffnen Türen und bauen Barrieren ab.

Beim fotografieren ist dies besonders wichtig, denn Humor öffnet Türen und baut Barrieren ab.
In Kombination mit Empathie lässt sich so schnell eine Ebene finden, aufgrund derer wir gut zusammenarbeiten werden.

Die Authentizität des Zufalls

Auch wenn ich mich mit dem Begriff der Authentizität noch nicht ganz wohl fühle, beschreibt dies meine Bilder recht passend. „authentische Bilder ohne Chichi“ nenne ich das gern. Das wirkt oft „zufällig“, fast wie ein Schnappschuss.

Du hast x so fotografiert, wie ich ihn sehe.

Feedback zu einem Fotoshooting von einer guten Freundin eines Portraitierten

Dies ist ein Feedback dass mir eine Freundin einer fotografierten Person einmal gab. Und es hat mich sehr gefreut, denn das ist mein Ziel. Die Bilder sollen wirken, als wären wir gute Freunde. Und als wären sie aus dem Zufall heraus entstanden.
So etwas funktioniert aber nicht, wenn du vor der Kamera posierst, auf „bitte mal lächeln“ reagieren willst und dadurch angespannt wirst. Diese Anspannung wirkt sich auch auf die Bilder aus.

Wir spielen fotografieren.

Damit du dich nicht fühlst, als würdest du fotografiert werden ist die Kamera bei unserem Fotoshooting nur zufällig dabei. Mittel zum Zweck, eher beiläufig ab und zu in die Hand genommen. Mit viel Leichtigkeit. Klingt komisch? stell es dir etwa so vor:

Wir gehen gemeinsam spazieren, unterhalten uns. Da – ein schönes Hintergrundmotiv: Du stellst dich kurz davor, ich fotografiere aus verschiedenen Winkeln. Das Gespräch läuft weiter, die Fotografie wird zur Nebensache. – Eine kurze Korrektur deiner Haltung, den Kopf etwas schräg, ja perfekt. – alles ganz entspannt. Wir spielen fotografieren, nehmen uns nicht zu ernst dabei. – Weiter geht der Spaziergang, das Gespräch läuft weiter. Haben wir eben Fotos gemacht? keiner weiß es, wenn dann nur zufällig.

und los gehts

So, jetzt weißt du etwa wie ein Fotoshooting bei mir abläuft. Wie die Ergebnisse aussehen, siehst du im Portfolio auf https://fotos.johannesmairhofer.de
Wenn du jetzt Lust bekommen hast, mit mir gemeinsam an deinen Bildern zu arbeiten oder wenn du weitere Fragen hast, kontaktiere mich gern.