Musik Playlist umziehen mit Soundiiz

Viele von euch werden es kennen:
Ihr habt euch vor langer Zeit für einen Musikstreaming Anbieter entschieden und wollt nun zu einem anderen wechseln. Bei dem bestehenden Anbieter sind aber eine Menge Listen, Favoriten, Alben etc gespeichert, im Lauf der Zeit sammelt sich hier so einiges an.

So war es bei mir auch. In meinem Fall wollte ich von Google Play zu Spoitfy wechseln und hatte wenig Lust, die angelegten Listen neu anzulegen. Vor allem aus der „Gefällt mir Playlist“ war in den letzten Jahren eine lange Liste mit über 300 Liedern geworden, die ich nicht verlieren wollte.

In den letzten „Links zum Monatsende“ hatte ich es schon angekündigt, hier ist nun der Artikel zu Soundiiz.

Was ist Soundiiz?

Soundiiz ist ein Anbieter, der genau das macht was ich gebraucht und gesucht habe. Der Dienst konvertiert Lieder, Künstler, Playlisten, Favoriten etc von einem Dienst zum anderen.

Kosten?

Der Dienst an sich ist kostenlos, bietet in dieser Variante aber nur eine eingeschränkte Funktion. So könnt ihr zB alle Playlists bei allen Anbietern auf einen Blick sehen. Die Möglichkeit des Import und Export benötigetein kostenpflichtiges Abo, das mit ca 5€ pro Monat aber absolut seinen Preis wert ist. Wenn ihr sicher gehen wollt, könnt ihr direkt nach Abschluss eines Abo wieder kündigen und eure Kreditkarte wieder entfernen, so bezahlt ihr nur für den einen Monat.

Wie funktioniert es?

Das ganze funktioniert relativ unkompliziert über die jeweilige API der Dienste. So verbindet ihr euch einfach mit eurem bisherigen Anbieter und dem zukünfiten Anbieter und wählt über das Soundiiz Portal aus, welche Lieder, Playlist oder Favoriten konvertiert werden sollen.

Konvertieren?

Konvertieren ist nicht ganz korrekt, denn der Dienst scannt und erkennt die ausgewählten Titel und sucht diese beim neuen Anbieter. Dabei kann es natürlich vorkommen dass nicht alle Lieder gefunden werden, da nicht alle Lieder bei allen Plattformen vorhanden sind. Aber in meinem Fall wurde ein sehr großer Teil der gewünschten Lieder auch gefunden.

Neben dieser Umzugsmöglichkeit könnt ihr die Titel, Listen und Künstler auch als TXT, CSV-Datei etc importieren und exportieren.

Welche Dienste sind dabei?

Gefühlt sind alle großen Dienste dabei. Um nur einige Beispiele zu nennen, hier eine alphatische Auswahl der größten und bekanntesten Dienste:

  • Amazon Music (eingeschränkt)
  • Apple Music
  • Deezer
  • Google Music
  • Last.fm
  • Soundcloud
  • Spotify
  • Tidal
  • YouTube und YouTube Music

Dies ist nur eine Auswahl, über die Webseite könnt ihr euch alle verfügbaren Dienste anzeigen lassen.

Google Play Music und Last.fm zu Spotify

In meinem konkreten Beispiel habe ich den Umzug von Google Play Music, meinem bisherigen Anbieter von Musik, und Last.fm, ein fast vergessener Dienst den ich früher intensiv nutzte, zu Spotify getestet.

Beide Dienste konnte ich problemlos mit Soundiiz verbinden, alle Lieder wurden gesucht und fast alle auch bei Spotify wieder gefunden und direkt „importiert“.

Favorit statt Playlist

Alles hat wunderbar geklappt, nur eine Kleinigkeit fand ich schade. Alle bei Spotify gesuchten Lieder sind direkt in die „Favoriten“ importiert worden, anstatt eine eigene Playlist anzulegen. Wenn hier mehrere Dienste zusammen gelegt werden, können schnell einige Tausend Lieder zusammen kommen, was dazu führt den Überblick zu verlieren.

So habe ich selbst eine eigene Playlist angelegt und habe die neuen Lieder aus den Favoriten einfach händisch verschoben. Durch die Sortierung der Reihenfolge nach „Datum bei hinzufügen“ kann man dies sehr einfach machen. Anschließend habe ich die Songs wieder aus den Favoriten gelöscht.

So hatte ich alle Lieder dort wo ich sie haben wollte.

Alte Lieblingslieder neu entdecken

Netter Nebeneffekt dieser Aufräum-Aktion war in meinem Fall die Neuentdeckung alter Lieblingslieder. Vor allem durch Last.fm, ein Dienst den ich einige Jahre nicht genutzt hatte, habe ich einige alte Lieblingslieder wieder gefunden und wieder angehört. Einige davon sind Lieblingslieder geblieben, andere können wohl getrost als „Guilty Pleasure“ bezeichnet werden.

Eure Lieblingslieder?

Eine der schönen Funktionen von Spotify ist die Möglichkeit, gemeinsame Listen anzulegen und diese zu veröffentlichen. Auf play.johannesmairhofer.de könnt ihr mir eure Lieder in meine Playlist legen.