Keep on rolling mit: TIER

In unrgelmäßigen Abständen möchte ich hier verschiedene Anbier von E-Scootern vorstellen, in dem ich ihnen ein paar Fragen stelle. Den Anfang machte letztes mal CIRC, heute hier im Magazin: TIER

Die Fragen in dieser Reihe sind für alle Anbieter gleich, ob und auf welche Fragen sie antworten steht ihnen allerdings frei. Die Antworten werden unkommentiert und 1:1 veröffentlicht, dadurch kann es natürlich sein, dass manche davon „werbisch“ klingen.
Aber keiner der Anbieter bezahlt für diesen Beitrag.

Wer bist du und welchen Anbieter vertrittst du?

David Krebs, PR Manager bei TIER Mobility

Wie gestaltet sich eure Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Polizei?

Uns ist es wichtig, all unsere Schritte eng mit einer Stadt abzustimmen, um dann ein auf die jeweilige Stadt passendes Angebot zu schneidern. Wir sprechen uns daher vorher mit der Stadt ab, um auf lokale Bedürfnisse, wie zB Parkverbotszonen oder die Anzahl an Scootern, reagieren zu können. Auch danach ist uns ein enger und fortwährender Austausch und eine produktive Zusammenarbeit mit allen Interessenvertretern einer Stadt sehr wichtig.

Es geht darum, nicht bloß Regelungen zu beachten, sondern darüber hinaus proaktiv und kooperativ Lösungen zu erarbeiten, sollten Probleme auftreten. Wie diese Lösungen im Einzelnen aussehen, stehen wir offen gegenüber. Als Grundlage für Absprachen dient das von uns gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag unterzeichnete Memorandum of Understanding (https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Aktuelles/2019/Memorandum%20of%20Understanding%20E-Tretroller/). Hiermit soll weitere Aufklärungsarbeit geleistet und Regeln besser umgesetzt werden.

Die genaue Zusammenarbeit variiert natürlich immer etwas von Stadt zu Stadt. In Köln stehen wir beispielsweise zudem in einem engen Dialog mit der Polizei und haben bei verschiedenen Treffen – auch mit anderen Mitbewerbern – gemeinsam konkrete Maßnahmen für mehr Sicherheit und Ordnung bei der Nutzung von E-Scootern identifiziert und ausgearbeitet.

Sprecht Ihr mit anderen Anbietern, unabhängig der Kommunen?

Auch mit Mitbewerben kommt es zum Austausch, wenn es um übergreifende Themen geht oder auch bei gemeinsamen Treffen mit Behörden, wie in Köln beispielsweise. Zudem sind wir Teil der Nordic Micromobility Association, ein Zusammenschluss mehrerer Marktteilnehmer, um gemeinsam an den wichtigen Fragen der Mikromobilität in der nachhaltigen Stadt der Zukunft zu arbeiten.

Wie lange ist in etwa die Haltbarkeit eines E-Scooter bei Euch?

Es gibt nicht DIE Lebensdauer eines Produktes. Es kommt sowohl auf die Produktqualität als auch auf die Wartungs- und Reparaturprozesse des jeweiligen Anbieters an. Seit der zweiten Generation von TIER-Scootern sind alle Einzelteile austauschbar. TIER hat so enge Wartungs- und Reparaturzyklen, dass kein Scooter wegen technischer Defekte ausgemustert werden muss. Wir gehen aktuell von einer Lebensdauer von mind. 24 Monaten für TIER-E-Scooter aus, künftige Generationen werden mehrere Jahre halten.

Was passiert mit den ausrangierten E-Scootern?

Unsere Scooter sind so konzipiert, dass alle Teile ausgetauscht und repariert werden können. Durch unsere engen Wartungs- und Reparaturzyklen haben, muss zudem im Grunde kein Scooter aufgrund technischer Mängel ausgemustert werden. Defekte Teile, einschließlich der Batterien, werden ordnungsgemäß entsorgt – und so weit möglich recycelt. Alle nicht mehr nutzbaren Teile werden lokal gesammelt und dem lokalen Recyclingschema zugeführt. Hierbei halten wir uns an alle geltenden Richtlinien und Gesetze.

Was die Batterie betrifft, so stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen wie die gesamte Elektromobilitätsindustrie, wenn es darum geht, die Lebensdauer der Batterien zu erhöhen und so viel wie möglich aus Altbatterien zu recyceln. Unsere Batterien haben selbst nach mehreren Hundert Ladezyklen noch über 80% ihrer Kapazität. Danach kann eine Batterie zwar weiterhin genutzt werden, aber ihre Spitzenleistung ist nicht mehr ausreichend für den Scooter-Betrieb. Wir sind deshalb momentan auf der Suche nach Second Life Partner, die den Zellen aus unseren Batterien einen weiteren Lebenszyklus in Powerbanks, Ladestationen oder in einem anderen Umfeld ermöglichen. Sollten die Batterien dann nicht mehr verwendbar sein, werden sie entsprechend der gesetzlichen Anforderungen über unsere lokalen Partner recycelt. Dabei nutzen wir Partner, welche die neuesten Recyclingprozesse mit den höchsten Rückgewinnungsraten nutzen.

Stichwort Nachhaltigkeit, wie werden die E-Scooter bei Euch aufgeladen und verteilt?

Wir sind gerade deutschland- und europaweit dabei unser neues Scooter-Modell mit austauschbaren Batterien einzuführen. Die Umstellung auf das neue Modell bringt weitreichende und vor allem positive Veränderungen für die gesamte Logistik mit sich. So wird das tägliche Hin-und-her-Fahren der Scooter zum Aufladen in die Lagerhäuser überflüssig. Dies ist insbesondere in Sachen Nachhaltigkeit ein Wendepunkt für die gesamte E-Scooter-Industrie. Unsere lokalen Teams können so Batterien vor Ort austauschen. Zusätzlich können sie regelmäßige Wartungsarbeiten am Scooter durchführen und kümmern sich um ordnungsgemäßes Parken.

Durch eine neue Flotte, die dann überwiegend aus E-Lastenfahrrädern und E-Vans bestehen soll, müssen die Scooter dann nicht mehr wie bisher mit Transportern zu Lagerhäusern transportiert werden, um sie dort aufzuladen und dann wieder zurück auf die Straße zu stellen.

TIER arbeitet seit Anfang an zum Aufladen oder Einsammeln der Scooter ausschließlich mit angestellten Mitarbeitern – auf Teilzeit- und Vollzeitbasis – oder mit Logistikunternehmen und nicht mit Privatpersonen.

Wie schaut Ihr in die E-Scooter Zukunft?

Seit Januar 2020 sind als Unternehmen klimaneutral. Es ist unser Ziel unseren CO2-Fußabdruck kontinuierlich weiter zu reduzieren, Prozesse zu optimieren und möglichst wenig Emissionen zu produzieren. Zu den hierbei durchgeführten Maßnahmen zählt auch die Einführung unserer neuesten E-Scooter Generation mit austauschbarer Batterie, die wir überwiegend mit E-Lastenrädern auswechseln, eine weitere Optimierung der Lebensdauer sowie bald das Aufladen mit 100% Ökostrom. Die neue E-Scooter Generation von TIER ist bereits jetzt in vielen Städten im Einsatz und wird in den nächsten Monaten flächendeckend in Europa Standard sein.

Wir werden in den nächsten Monaten auch stetig auch an der Weiterentwicklung unserer Scooter arbeiten, um diese weiter zu optimieren. Details können hier nicht genannt werden für zukünftige Scooter, aber die bisherige Entwicklung zeigt schon, wie viel weiter sich die E-Scooter seit der ersten Generation entwickelt haben.

Unsere Scooter sind bereits in über 55 Städten verfügbar. In 2020 werden wir unsere Präsenz in diesen Städten weiter ausbauen, aber genauso in weitere Städte expandieren. Der Fokus für die Expansion in 2020 liegt auf Europa.

Worin unterscheidet Ihr Euch von den anderen Anbietern?

Wenn man sich das Produkt und den Service anschaut, gibt es zudem unendlich viele Möglichkeiten es besser zu machen als der Wettbewerb. Beim Scooter etwa gibt es schon gewaltige Unterschiede, wie Stiftung Warentest bereits für unser vorheriges Modell bestätigt hatte. In zahlreichen Städten setzen wir bereits unser neustes Modell mit austauschbaren Batterien ein. Diese neue Generation an Scootern sorgt mit einem größeren Vorderrad, Hinterradantrieb und einem höheren Gewicht für bessere Bodenhaftung auch bei winterlichen Straßenverhältnissen. Die Scooter kommen so mit rutschigem Untergrund noch besser zurecht und weisen eine verbesserte Bremsleistung auf. Auch die Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung unserer App werden immer wieder positiv hervorgehoben. Grundsätzlich hat Wettbewerb auch immer etwas Positives: Kunden können einen guten Service und faire Preise erwarten. Anbieter müssen innovativ sein und müssen dies auch bleiben. Wir sind selbstbewusst, dass wir mit unserem starken Produkt und unseren Ideen Nutzer überzeugen und auch langfristig für uns gewinnen können. Die Nachfrage nach alternativen Mobilitätsformen ist sehr hoch.

Möchtest du noch etwas wichtiges sagen? Hier ist Platz dafür.

Hier noch mal kurz zusammengefasst ein kurzer Überblick über uns: TIER Mobility ist Europas führender Anbieter im Bereich Mikromobilität mit der Mission, Mobilität zum Guten zu verändern. Das Unternehmen ist treibende Kraft beim Wandel im Verkehrssektor, um Städte von Emissionen und Staus zu befreien.

TIER Mobility will im Verbund mit anderen emissionsfreien Transportmitteln dafür sorgen, dass sich Autoverkehr erheblich reduziert und Städten die Möglichkeit geben, immer mehr auf Elektrofahrzeuge umzustellen.

Im Rahmen des Engagements für Nachhaltigkeit hat das Unternehmen die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) als Orientierungsrahmen übernommen und eine klare Agenda zur Reduzierung und Kompensation von Emissionen aufgestellt. Als Ergebnis dieser Maßnahmen ist TIER Mobility seit Januar 2020 als Unternehmen klimaneutral.

TIER Mobility ist in 50+ Städten in 10+ Ländern tätig. Die Firma hat ihren Hauptsitz in Berlin und beschäftigt rund 450 Mitarbeiter. Gründer des Unternehmens sind Lawrence Leuschner, Matthias Laug und Julian Blessin.

Die bestehenden Investoren des Unternehmens sind Mubadala Capital, Goodwater Capital, White Star Capital, Northzone u.v.a. Hinzu kommen ausgewählte Business Angels und Einzelinvestoren wie Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.