Erste BNI Erfahrungen

Einige von Euch wissen es, mit manchen habe ich auch schon darüber gesprochen. Seit ca 1/2 Jahr bin ich jetzt Mitglied bei BNI, einem professionellen Netzwerk für Empfehlungsmarketing. Heute möchte ich meine bisherigen Erfahrungen zusammenfassen.

Was ist BNI

BNI ist ein weltweites Unternehmernetzwerk für Geschäftsempfehlungen. Es gibt verschiedene Chapter, die jeweils nur ein Mitglied einer Berufssparte aufnehmen. Es gibt also z.B. nur einen Anwalt, einen Architekten und einen Fotografen pro Chapter.

Es gibt gewissen Regeln, ein Führungsteam, mehrere Posten mit bestimmten Aufgaben etc. Darauf gehe ich hier allerdings nicht im Detail ein, denn es geht in dem Beitrag vor allem um meine ganz persönlichen Erfahrungen.

Jedes Chapter trifft sich einmal in der Woche um 07:00 zum gemeinsamen Frühstück.
So früh, weil alle Mitglieder Unternehmer sind und nach dem Frühstück, in der Regel um 08:30, der normale Arbeitsalltag losgeht.

Frühstücksablauf

Das Frühstück hat einen geregelten Ablauf, der weltweit in jededem Chapter (fast) genauso stattfindet. Ein gewisser kleiner Spielraum ist, so meine Erfahrung, je nach Chapter vorhanden. Hier beschreibe ich nur die meiner Meinung nach wichtigsten Punkte.

  • Ab ca 06:30: Netzwerken, allgemeiner Austausch. Selbstbedienung am Buffet.
  • 07:15 Frühstücksbeginn.
  • Eröffnung des Frühstück durch den Chapterdirektor, Begrüßung der Besucher & Mitglieder, Vorstellung des BNI Konzeptes.
  • Trainingseinheit. Hier gibt jeweils ein Mitglied Erfahrungen weiter oder Tipps zu einem Gebiet, in dem das Mitglied sich besonders gut auskennt.
  • 60 Sekunden Präsentation. Jedes Mitglied und jeder Gast stellt sich vor. Auch bekannt als der „Elevator Pitch„.
  • 10 Minuten Präsentation. Jede Woche darf ein Mitglied sich ausführlicher vorstellen oder ein Projekt zeigen.
  • „Engangement“ Runde. Jetzt wirds ernst. Es geht um Empfehlungen, Umsätze und sonstiges Engagement das man für das Chapter oder ein Mitglied getan hat.
  • 08:30 Ende.

Kosten

Momentan kostet die Mitgliedschaft etwas unter 1000€ im Jahr, die einmalige Aufnahmegebühr beträgt 150€. Dazu kommen die Kosten für das Frühstück. Wenn ich das ganze großzügig aufrunde bin ich bei Kosten von ca 2000€ im Jahr.

Mitgliedschaft

Man muss sich für eine Mitgliedschaft bewerben, jedes Jahr neu. Das Ziel ist, Vertrauen zu stärken. langjährige Mitglieder haben so einen guten Stand und ihnen wird vertraut.

Empfehlungen

Klar, das ganze baut auf Empfehlungen. Das heißt aber nicht, das man alle seine bisherigen Kontakte vergessen soll und nur noch die neuen aus dem eigenen Chapter empfehlen darf. Wer z.B. schon einen Anwalt hat oder mit einem Coach befreundet ist, darf natürlich trotzdem seine bisherigen Kontakte weiterempfehlen.

Menschen die man gar nicht kennt, einfach so zu empfehlen, das ist nicht meine Art und ich denke das geht den meisten so. Gerade am Anfang ist es daher wichtig, mit jedem der Chapterkollegen sogenannte 4-Augen-Gespräche zu führen. Als neues Mitglied kenne ich die anderen nicht und die kennen mich nicht.

Was bringts

Die Frage die natürlich am häufigsten gestellt wird: „Bringt das was“? Wie so oft kann ich nur sagen: „es kommt drauf an“. Wenn man sich nicht einbringt, bringt es vermutlich nichts. Ich habe zwar lange gebraucht bis ich entschieden habe mitzumachen, aber mir war klar: „wenn, dann richtig“. Also habe ich als mein Antrag angenommen wurde, gleich versucht mich so gut ich kann einzubringen.

Ich habe also z.B:

  • Besucher mitgebracht
  • mit den meisten Mitgliedern ein 4-Augen-Gespräch geführt
  • ein paar der Workshops besucht
  • Andere Chapter besucht
  • Kollegen aus anderen Chaptern vertreten
  • bei einigen freiwilligen Veranstaltungen teilgenommen
  • Empfehlungen gegeben und dadurch auch
  • Empfehlungen erhalten

Das alles geht natürlich nur wenn man sich wohlfühlt und Spaß daran hat. Das geht wiederum nur wenn man „netzwerken“ mag. Und ein sehr wichtiger Punkt der zum wohlfühlen beiträgt ist:

Welches Chapter

Ich bin zwar erst ein halbes Jahr Mitglied aber habe schon gemerkt das die Chapter doch sehr verschieden sind. Wer sich überlegt bei BNI Mitglied zu werden, sollte also mehrere Chapter anschauen und schauen ob und in welchem Chapter man sich am meisten wohlfühlt.

Ein weiterer Punkt den ich wichtig finde und der hier im Blog sehr oft auftaucht ist:

„andere sind Kollegen, KEINE Konkurrenten“.

Wer das anders sieht und nur sich selbst für den besten und tollsten hält, wird sich vermutlich auch bei BNI nicht wohlfühlen. Denn obwohl jeder Beruf nur einmal pro Chapter vorkommt, ist der Zusammenhalt auch mit Berufskollegen sehr wichtig, man vernetzt sich auch über das Chapter hinaus, hilft und empfiehlt sich gegenseitig etc.

Konkret und ehrlich. Und in Zahlen.

Mir persönlich hat die Mitgliedschaft bis jetzt schon einiges gebracht. Und zwar auf drei verschiedenen Ebenen die meiner Meinung nach alle wichtig sind.

  • Souveränität. Durch die regelmäßige 60 Sekunden Präsentation bin ich selbstsicherer geworden wenn ich mich vor einer Gruppe Menschen vorstellen muss. Das ist noch nicht perfekt, aber ich merke das es besser wird.
  • Tolles Netzwerk. In meinem Chapter sind tolle Mitglieder mit denen ich mich gerne morgens treffe. Es herrscht ein offener Umgangston, man hilft sich gegenseitig und es geht nicht nur um Geld sondern auch um Persönlichkeit.
  • Umsatz. Dadurch das ich aktiv im Chapter bin, habe Empfehlungen bekommen und einen Umsatz von etwas über 3.000€ gemacht. Einen Mehrumsatz, den ich ohne BNI nicht gemacht hätte.

Dadurch das Empfehlungen und Umsätze aller Mitglieder notiert und ausgewertet werden, wissen wir das in meinem Chapter in den letzten 12 Monaten ein Umsatz von über 1.5 Millionen € gemacht wurde.

Lust auf ein Frühstück?

Ich möchte aber nochmal betonen das für mich der Umsatz nicht die alleinige Begründung für meine Zufriedenheit ist. Natürlich kostet die Mitgliedschaft Geld und Zeit, aber für mich ist es auch wichtig mich im Chapter wohl zu fühlen und Menschen mit denen man auch mal ein oder zwei Biere trinken kann um sich zu haben. Gerade weil man sich so oft sieht.

Wer mich kennt weiß, das diese Uhrzeit mich jede Woche vor Herausforderungen stellt. Aber die Mitglieder und der Umgang in meinem Chapter ist so wie es für mich gut passt.

Mein Chapter heißt Citrin und wenn du nach diesem Artikel neugierig geworden bist oder schon immer mal ein BNI Frühstück besuchen wolltest, kannst du gerne als mein Gast mit dabei sein. Schreibe mich hierzu einfach direkt hier an oder nutze das Emailsymbol ganz unten rechts im Blog.

Außerdem würden mich natürlich auch andere Erfahrungen in verschiedenen BNI Chaptern interessieren, gerne hier als Kommentar oder im eigenen Blog mit Pingback.

Johannes

Hallo, ich bin Johannes.

29 thoughts to “Erste BNI Erfahrungen”

  1. Lieben dank für die Info. Ich überlege schon lange, ob ich mir das hiesige Chapter mal anschaue. Problem. Ich bin viel unterwegs und kann nicht jede Woche um 7 Uhr dort zum Frühstück antreten. Wie machst Du das denn, wenn Du (beruflich) weg bist?

      1. Genau das ist auch mein Problem. Ich bin aber wochenlang auf Reisen und habe sehr oft schon Termine um sieben oder acht Uhr in anderen Städten oder Gemeinden, muss die Shootings vor Ort vorbereiten oder bin auf dem Weg dahin. Dann müsste ich ja Wochen – wenn nicht so gar monatelang – eine Vertretung schicken. Außerdem sehe ich es wie Ralf, ganz schön viel Kohle muss da investiert werden.

  2. Ich habe versucht, ein Chapter in meiner Stadt zu finden. Dort steht leider nur „Im Aufbau“ und einen echten Ansprechpartner gibt es offensichtlich vor Ort nicht. Nur Interessenten.

    Ich hatte daraufhin netten Kontakt zu einem Mitglied eines Chapters in Haburg, die mich gleich eingeladen hatte. Leider muss ich sagen, dass die Uhrzeit und das „muss“, an einem Treffen teilzunehmen, mich davon abgehalten haben. Auch schreckt es mich ab, dass ich zunächst mal selbst Geld in die Hand nehmen soll – und 2.000 € sind viel Geld, wenn man nicht weiss, ob es am Ende wirklich etwas bringt. Wenn Du daraus 3.000 € Umsatz machst und es für Dich in Ordnung ist, gut. Da bin ich aber der Meinung, dass man so etwas mit Eigeninitiative auch schaffen könnte – und man spart möglicherweise auch noch die 2.000€ für die Mitgliedschaft. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung dazu.

    Das alles waren meine Überlegungen, als ich mich mit BNI beschäftigt habe und ich bin zu dem Entschluß gekommen, dass es für mich nichts ist. Was mich allerdings positiv überrascht hat ist, dass ich keinerlei anschliessende Werbeversuche mehr bekam. Ich hatte der netten Dame, die mich kontaktiert hatte, meine Argumente dargelegt, auf die sie auch eingegangen war, und sie hat meinen Entschluß ohne wenn und aber akzeptiert.

    1. Hi Ralf,

      danke für das Feedback. Die 2000 sind ja großzügig aufgerundet inkl. aller Kosten, also auch Frühstück etc. Und die 3000 sind ein Anfang, ich glaube wenn man sich aktiv in den Chapter einbringt geht da noch mehr. Und wie im Blogpost geschrieben geht es mir nicht nur um das Geld sondern auch um die Entwicklung etc. Ich berichte aber gern in einem weiteren halben Jahr nochmal hier 🙂
      Viele sagen, es geht finanziell erst ab dem 2. Jahr richtig los, weil man da die erste Neubewerbung geschafft hat.

  3. Ich weiß nich… die Struktur und die stylischen Namen finde ich abschreckend. Netzwerken ist gut, aber… das sollte doch auf Freiwilligkeit und Treiben-lassen basieren.

    1. Liebe Evy, das mit dem „Freiwilligkeit“ und „Treiben lassen“ höre ich immer wieder. Das eine – Freiwilligkeit – ist ja gegeben, man muss ja nicht dabei sein. Auf der anderen Seite hat Arbeiten an und für sich etwas mit Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit zu tun. Ich muss meine Miete zahlen und auch meine Mitarbeiter haben regelmäßiges Gehalt verdient. Ich wünsche mir dieselbe Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit von meinen Geschäftspartnern – und da hat mir BNI in meinen 4,5 Jahren Mitgliedschaft enorm viel gegeben – auch Umsätze in 6stelliger Höhe. Für einen Dienstleister ganz ordentlich.

  4. Nach mehr als einem Jahr Vorlauf ist es uns gelungen, in Wunstorf bei Hannover ein eigenes BNI Chapter auf die Beine zu stellen. Gegründet wird am 16. April 7:00 Uhr – wir suchen noch Gäste, aber das nebenbei. Ja es ist Arbeit so etwas zu initiieren und ich denke es wird auch Arbeit sein, so etwas weiter am Laufen zu erhalten. Doch was ist die Alternative? Probiert gerne verschiedene Sachen aus – die Welt ist schließlich auch bunt und kennt mehr als 6 Farben. Es bleiben auch nicht alle beim BNI – warum denn auch. Nur die, die dabei blieben, die wissen warum. Es gibt hier Teams, die machen im halben Jahr mehr als 500.000 Euro Umsatz nur durch Empehlungen. Bei durchschnittlich 30 Mitgliedern kann jeder rechnen, was das an Umsatz für den einzelnen ist. Ich glaube, die Zahlen sprechen für sich.

    Grüße
    Harald

  5. Ich habe an einem Frühstück als Gast teilgenommen, in einem Chapter, dass seit mehreren Monaten im Aufbau war. Auf mich hat das ganze den Eindruck einer Sekte gemacht und ich habe mich höchst unwohl gefühlt. Für mich stellt sich zusätzlich die Frage, was es bringt, wenn ich jede Woche den gleichen 10-15 Personen für eine Minute gebetsmühlenartig etwas über mein Unternehmen berichte. Das stringente Klima dort und der vehemente Hinweis, dass Empfehlungen NUR innerhalb des jeweiligen Chapters erfolgen dürfen und der Besuch der Veranstaltung von 2 Mitgliedern aus anderen Chaptern mit direktiven Anmerkungen, empfand ich ebenfalls als höchst unangenehm. Natürlich ist Netzwerken für mich wichtig, ich bin aber auch selbständig, weil ich eine gewisse Unabhängigkeit schätze. Mir diktieren zu lassen, dass ich 1-wöchentlich zu einer bestimmten Zeit irgendwo zu erscheinen habe, wiederstrebt mir. Daher für mich die klare Entscheidung, neben den vollkommen überzogenen Kosten, gegen BNI.

    1. Hi Martina,

      ich denke das hängt sehr vom Chapter ab, hab mir auch mehrere angesehen und fand da große Unterschiede.

      Natürlich soll nicht nur dem eigenen Chapter erzählt werden was man tut, sondern es können und sollen ja immer Gäste kommen die sich dann auch präsentieren können. Ich fand es auch als Training durhaus hilfreich, vor Leuten sprechen macht mir jetzt nach ca 1 Jahr nicht mehr so viel aus. Empfehlungen NUR innerhalb des Chapters ist auch nicht richtig, aber wie gesagt das hängt vom Chapter ab. Mir hat es am Ende was gebracht, aber verlängern werde ich meine Mitgliedschaft vermutlich nicht. Warum und wieso, dazu werde ich nochmal einen seperaten Blogbeitrag schreiben.

    2. Hallo Martina,
      Am Anfang sacht ich auch so weil ich ein sehr kritischer Mensch bin.Als Christ denkt man da vielleicht noch kritischer darüber. Für mich persönlich hat BNI sehr viel gebracht, da ich mutig geworden bin.
      Heute kann ich andere Ermutigen nicht mehr Unterlasser in Ihrem Unternehmen zu sein sondern als Unternehmer auf zutreten.
      Die Kosten zu unserem gesamte Werbekosten sind nicht mal 5 %.
      Wir sind mit unserem Unternehmen zur Zeit in 3 Chapter vertreten, zukünftig wollen wir in 5 Chapter vertreten sein.
      Viele Grüße
      Walter

  6. Ich habe eine Empfehlung von dem Erfolgsautor Jürgen Frey von dem Buch mein Freund der Kunde erhalten mal einen Chapter im BNI zu besuchen. Seit 8 Monaten fahre ich jeden Mittwoch ca 70 km in den Chapter Karl May nach Radebeul
    Zur Zeit gründe ich Chapter Erich Heckel in Döbeln und habe Morgenabend am 14.7.2015 um 15 Uhr eine Abendveranstaltung für die Gründung.
    Ich habe in den wenigen Monate mehr Unternehmer kennengelernt wie in den letzten 15 Jahren. Umsatz machen ist das eine -wichtig für das Unternehmen sind Deckungsbeitrag und Erfolge und das mache ich bei BNI.
    Würde mich freuen wenn ich Sie mit diesem Beitrag überzeugen könnte.
    Ich bin auch noch in dem christlichen Netzwerk CIW. Christen in der Wirtschaft http://www.ciw.de viele Grüße Walter Stuber

  7. Hallo Johannes, wie siehts aus? Immer noch aktiv dabei? Mich würde Deine Erfahrung zu BNI zwei Jahre nach Deinem Post interessieren. Freue mich über ein Antwort 🙂
    Gruß & Danke, Bettina

        1. ja klar, gibt mehrere Gründe.
          Es ist nicht meine Zeit und mir einfach zu früh.
          Ich bin aus der Fotografie raus und mache jetzt was ganz anderes.
          Das ganze ist für mich zu „geregelt“. Das klingt komisch, aber ich bin Freiberufler u.a. deswegen geworden, um frei zu sein. Dort bindet man sich in regelmäßige feste Strukturen, das passt nicht zu mir.

          Hoffe ich kann dir helfen. Bist du selbst Mitglied? oder überlegst du?

          1. Danke Nein, ich bin kein Mitglied und möchte auch keines werden. Ich habe im letzten halben Jahr nur sehr viele Leute kennengelernt, die anfangs Feuer & Flamme waren und nach einer geraumer Zeit wieder ausgestiegen sind. Meistens nachdem das Aufträge hin- und herschachern nichts mehr hergegeben hat

          2. kommt halt auch immer aufs Chapter an. Ich hab mir damals einige angeschaut und die sind schon ziemlich unterschiedlich. Wäre ich noch Fotograf und würde mit der Uhrzeit klar kommen, wäre ich sicher auch noch dabei. Meine Chapterkollegen waren (und sind) durchweg toll.

  8. Das System an sich ist gut,
    Die Organisation dahinter sehe ich eher kritisch.
    Ich selber bin seit mehreren Jahren im BNI und möchte behaupten, dass es für Handwerker prädestiniert ist.
    Nachteil:
    Sehr hoher zeitlicher Aufwand und, wenn man die Stunden als nicht abrechenbar sieht, was sie ja definitiv nicht sind, sind ein Jahr BNI ziemlich teuer.
    Beispiel:
    1100€ Jahresbeitrag
    600€ im Jahr Frühstück,
    pro Woche 3 Std. für das Treffen, Bei 50€ Stundenlohn macht das jährlich 7200€
    dann noch der Zwang zur Teilnahme an Trainings, pro Training ca 5 Std
    mich kostet dann so ein Platz beim BNI ca 10000-12000€ pro Jahr.
    Darin sind solche Dinge wie Sprit und Essenskosten bei den Trainings nicht eingerechnet.
    Wenn man als Handwerker diese Kosten wieder drin haben will, reden wir von einem Umsatz NUR durch diese Gruppe von 60000€.
    Will man noch 12000€ mehr verdienen, reden wir von einem durch diese Gruppe generiertem Umsatz in Höhe von 120000€.
    Das bringt kaum eine Gruppe für jedes Mitglied zusammen.
    Dann wird potenziellen Interessenten vorgegaukelt, dass der erbrachte Umsatz der Gruppe durch Anzahl der Mitglieder geteilt wird. Totaler Irrglaube!!!
    Des Weiteren sind in diesen Gruppen einfach zuviele „Luftpumpen“ wie z.B. diese ganzen Coaches und Imageberater drin. Die bringen der Gruppe 0,0 Umsatz. (Meine eigene Erfahrung)
    Weiter gibt es Mitglieder, die das System als letzten Strohhalm sehen, ihre Selbständigkeit aufrecht zu erhalten.
    Die wollen nur abgreifen.
    Dann sehe ich 2 Ebenen im BNI.
    Die eine Ebene sind die zahlenden Mitglieder.
    Die andere Ebene sind die „Mitglieder“, ab Partnerdirektor aufwärts.
    die zahlen meines Wissens keinen Beitrag während ihrer „Amtszeit“. Die sind dafür zuständig, die zahlende Meute in der Spur zu halten und deren Geld zu verprassen.
    Das Ganze wird dann noch, wie letztens geschehen, auf Facebook gepostet.
    Da konnte man dann sehen, wie sich die „Executivdirectoren“ zum SUSHIFUTTERN
    in Mallorca getroffen haben.
    Das wurde dann noch frecherweise als „geballter Erfahrungsaustausch“ betitelt.
    Erfahrungen kann man auch in Bielefeld austauschen!
    Die Stadt gibt es ja eigentlich nicht.
    Bin mal gespannt, wann sie sich zum Erfahrungsaustausch auf einer Safari in Kenia treffen und das von uns bezahlt.
    Ich selber kann nur sagen:
    Wenn man ein bereits gut laufendes Unternehmen hat, das Geld dafür über ist, Spaß am Netzwerken hat und einem diese Möchtegerndirektoren egal sind, ist dieses System für Handwerksbetriebe durchaus sinnvoll.
    allen anderen würde ich dringends davon abraten.
    Ich finde, ein Schlag ins Gesicht für alle zahlenden Mitglieder.

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