Den Inhalt im Fokus

Anfang des Jahres habe ich ein neues WOL Experiment gestartet und hier via Twitter nach Mitstreiter:innen gesucht. Gemeldet hat sich unter anderem Anna Koschinski, Schreibcoachin und Expertin für alles was mit Worten zu tun hat.

Durch den WOL Circle kamen wir immer intensiver in den Austausch und so habe ich von ihrem März Programm „28 Tage Content“ erfahren, bei dem sie die Teilnehmer:innen einen Monat lang an die Hand nehmen möchte um die eigene Schreibe zu verbessern. Da ich an meinen Texten arbeiten möchte, habe ich teilgenommen.

Spoiler:
Aus diesem WOL Austausch wird noch ein weiteres streng geheimes Projekt, bei dem es um Inhalte und Kommunikation geht.
Mehr dazu verrate ich noch nicht, erfährst du aber schon sehr bald hier oder überall da wo es Podcasts gibt.

Nun, 28 Tage später, findet als finale Netzwerk-Übung eine Blogparade dazu statt, an der ich ebenfalls gerne teilnehme.
Bei Blogparaden ist es oft so, dass im Aufruf einige Fragen genannt werden, die dann aufgegriffen werden können. So auch in diesem Fall.

Hier ist der zugehörige Aufruf mit den Fragen, die ich gerne hier beantworte: https://annakoschinski.de/28-tage-content-blogparade/

Warum hast du dich für einen Monat lag auf dein Projekt fokussiert?

Für mich war es nicht so wichtig, mich auf EIN Projekt zu fokussieren, das kann ich gar nicht und will ich auch gar nicht, dazu bin ich viel zu neugierig und vielseitig aufgestellt.
Für mich war etwas anderes wichtiger und zwar…

Welche Erwartungen hattest du an die Aktion?

Seit vielen Jahren arbeite ich für verschiedene Auftraggeber als Berater und gebe hier auch Workshops vor allem zu WordPress. Diese Seminare möchte ich nun auch gerne selbst anbieten, wozu mir ehrlicherweise noch die Kund:innen fehlen.
Meine Seminare beim BJV z.B. sind immer schnell ausgebucht, mein erster Versuch diese auch selbst anzubieten hat leider noch nicht funktioniert.

Mein Ziel war es also, die Angebotstexte für meine Seminare zu verbessern.

Was ist seitdem passiert?

Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich durch die regelmäßigen virtuellen Treffen mit den anderen ein paar neue Kontakte knüpfen und sogar Kund:innen gewinnen konnte.

Gab es Hürden, die du nehmen musstest und hast du sie überwunden? Wie?

nein 😉

Was hast du gelernt in der Zeit? Über dich, dein Projekt, deine Arbeitsweise?

Ob meine Texte in Richtung „verkaufen“ besser geworden sind kannst du besser entscheiden. Würdest du mit dem neuen Text ein Seminar bei mir direkt buchen?

Für mich selbst habe ich gelernt, dass ich gar keine Lust habe mich mit Themen zu befassen, die mich nicht interessieren.
Meine Zeit ist mir dafür zu schade.

Ich weiß was ich kann und auch was nicht.
Texte auf die ich keine Lust habe aber brauche, werde ich nicht mehr selbst formulieren sondern an Expert:innen delegieren.

Sind unerwartete Dinge passiert? Schöne oder unschöne? Wie bewertest du das für dich?

Ja, schöne Dinge. Durch die Teilnahme an den virtuellen Treffen konnte ich neue tolle Menschen kennen lernen und mindestens eine neue Kund:in gewinnen. Beides schöne Erfahrungen.

Was möchtest du aus der Aktion gern für dich mitnehmen und konservieren?

  • Schreiben macht mir Spaß.
  • Ich bin gut darin, technisch komplexe Dinge leicht verständlich zu beschreiben.
  • Ich bin gut darin, eine Regelmäßigkeit in meine Artikel zu bringen.
  • Ich kann zu vielen (meiner) Themen relativ schnell Artikel formulieren.
  • Ich bin schlecht darin, meine Texte in Richtung „Dienstleistung verkaufen“ zu optimieren.

Das ist alles ok und ich muss nicht alles selbst machen.

Wie sollte Bloggen für dich sein?

Ich will über meine Themen schreiben und so wie es zu mir passt, ohne darauf zu schauen wem ich es damit recht machen könnte.

Bloggen soll Spaß machen.

Wovon möchtest du mehr, wovon weniger?

Ich wünsche mir mehr Ehrlichkeit, mehr Meinung, mehr Authentizität und weniger Texte, denen ich anmerke dass sie nur für Google geschrieben wurden und nicht für den Menschen.

Ich habe keine Lust mehr auf Texte, denen ich anmerke, dass sie nur Selbstmarketing sind.

Ich will Spaß, Freude und Expertise sehen, lesen und hören.

Mehr Inhalt – weniger Content

Was willst du ab jetzt auf keinen Fall mehr tun?

Dinge selbst machen auf die ich keine Lust habe, wenn sie andere doch viel besser können.
Vor allem im kreativen Bereich trägt „da hab ich Bock drauf“ ja total zum positiven Ergebnis bei.

Das sehe ich bei Fotografie auch. Nur wenn Fotograf:in Spaß und Lust hat, motiviert ist, werden die Bilder auch toll.
Warum sollte ich dann die Texte, die ich brauche, aber auf die ich keine Lust habe, selbst schreiben? Macht keinen Sinn.

Um einen bekannten Virologen zu zitieren:

Ich habe besseres zu tun.

Dr. Drosten via Twitter

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