Blogparade Teilzeit

Melanie Belitza hat auf ihrem Blog zu einer Blogparade aufgerufen. Tatsächlich habe ich schon lange an keiner Blogparade mehr teilgenommen.
Dieser Aufruf ist aber ein schöner Anlass für mich, mal wieder mit zu machen.

Gerade das Thema ist äußerst spannend und tangiert mich direkt.

Viele von euch wissen, dass ich seit etwas über einem Jahr bei der Grünen Fraktion im bayerischen Landtag arbeite. Wie es dazu kam und was Markus Söder damit zu tun hat, habe ich schon einmal ausführlich aufgeschrieben: Mein Grundeinkommen, Markus Söder und die Grünen

Mehr Freiheit

Als ich mich 2010 selbstständig gemacht habe, war dies ein großer Schritt, Noch heute erinnere ich mich an meinen ersten offiziellen Tag als Freiberufler, das war ein Gefühl von Freiheit, das ich nie vergessen werde. Ähnlich wie die ersten Tage nach dem Schulabschluss, der erste eigene Urlaub oder andere erste Male. 🙂
Aus der Sicht des Freiberuflers ist eine Festanstellung also erstmal eine Einschränkung in der Freiheit.

In meinem Fall bringt mir die neue Teilzeit-Anstellung allerdings mehr Freiheit und als ich davor hatte. Die Arbeit in der Festanstellung macht sehr viel Spaß und ist abwechslungsreich. Vor allem aber bringt sie mir regelmäßiges, sicheres und planbares Einkommen.
Das wiederum gibt mir die Freiheit, freie Projekte wie speakabled. umzusetzen und die Preise für meine freiberuflichen Tätigkeiten anzuheben.

Mehr Freizeit

Auch wenn ich mich momentan tatsächlich nicht über zu wenig Arbeit beschweren kann, bringt natürlich eine Teilzeit auch mehr Freizeit.
Denn wenn ich auf der freiberuflichen Seite einmal weniger zu tun habe, kann ich es mir an den „Teilzeit-freien Tagen“ erlauben auch einmal „die Füße hochzulegen“ ohne Angst zu haben, dass ich die Miete nicht bezahlen kann. Solche Phasen kenne ich leider durchaus auch.

Fazit

  • Als Vollzeit Angestellter hatte ich definitiv zu wenig Freiheit.
  • Als Vollzeit Freiberufler hatte ich seltsamerweise auch zu wenig Freiheit, weil ich viele Aufträge annehmen musste auf die ich „keine Lust“ hatte oder die eigentlich zu schlecht bezahlt waren. Schließlich brauchte ich das Geld für Miete und Essen.
  • Erst die Mischung aus beiden Welten hat sich für mich als ideale Lösung entwickelt.
  • So kann ich mir erlauben nur Aufträge anzunehmen die mich interessieren und es mir leisten ehrenamtliche Projekte umsetzen oder zu unterstützen.