5 Fragen an: Wolfgang Kerler

In dieser Blogkategorie „5 Fragen an:“ stelle ich euch in unregelmäßigen Abständen interessante Personen vor. Heute erfahrt ihr, wie Wolfgang Kerler vom BR über die deutsche wired zum eigenen Startup und Magazin kam.

Als das Ende der deutschen Wired verkündet wurde, war dies zumindest bei Twitter in meiner Timeline ein wichtiges Thema. So kam ich mit Wolfgang ins Gespräch, wir haben uns getroffen und ich habe von seinem neuen Projekt erfahren. Das fand ich spannend und das ist es nach wie vor. Mittlerweile bin ich dort nicht nur interessiertes Mitglied, sondern auch als freier Autor direkt mit dabei.

Alles andere erzählt Wolfgang nun selbst:

Wer bist du?

Wolfgang Kerler

Was machst du beruflich?

Ich bin Journalist. Früher beim BR und der ARD, dann bei WIRED, jetzt bei einem Startup, das ich selbst mitgegründet hab: 1E9.

…und wie kam es dazu?

Die ganze Geschichte gibt’s in 50 Jahren in meinen Memoiren, die ich irgendwann schreiben will.
Die Kurzversion: Eigentlich wollte ich als Jugendlicher der neue Guido Knopp werden und historische TV-Dokus machen. So bin ich dann übers Lokalfernsehen, die Lokalzeitung, diverse Praktika und freie Mitarbeiten bei Medien im In- und Ausland nach der Uni beim Bayerischen Rundfunk gelandet und im ARD Hauptstadtstudio.
Hab dann einen kurzen aber fantastischen Aufenthalt bei der deutschen WIRED als Redaktionsleiter gehabt… und nach deren Aus mit einigen wunderbaren Leuten unser eigenes Ding gestartet: 1E9 eben.

Inhaltlich hab ich mich ziemlich gewandelt:
Vom aktuellen Reporter über viele, anstrengende, aufreibende, tolle Investigativrecherchen zum Politik-Korrespondenten und dann zum Tech-Journalisten.
Habe früher also eher schlechte Stimmung verbreitet, weil’s um Probleme/Skandale/Verfehlungen ging, und versuche heute für Optimismus zu sorgen. Einmal habe ich auch eine historische TV-Doku gemacht. Insofern: Ziel erreicht.
Das macht die weitere Lebensplanung entspannter.

Was ist dein größtes Geheimnis?

Puh. Ich kann die meisten Lieder vom Disney-Film Pocahontas mitsingen.

Warum sollte man dich beauftragen?

Ich würde sagen, ich bin journalistisch eine ziemliche Allzweckwaffe.
Habe von der Moderation der Börsennachrichten im Radio früh um 6 Uhr, über Versteckte-Kamera-Drehs in grauenvollen indischen Textilfabriken bis zum Staatsempfang im Waldorf Astoria in New York schon recht unterschiedliche Sachen gemacht und gecovert, würde ich sagen, und das für Fernsehen, Radio, Online und Print, für deutsche und internationale Medien.

Dein Tipp für uns lautet?

Die meisten von uns sind keine Herzchirurg/inn/en. Also ist es kein Weltuntergang, wenn mal ein kleiner Fehler passiert. Deswegen: Nicht immer sofort von Kleinigkeiten stressen lassen. Musste ich auch erst lernen (und bin noch dabei), aber hilft.

1e9.community