5 Fragen an: Melanie Belitza

In dieser Blogkategorie „5 Fragen an:“ stelle ich euch in unregelmäßigen Abständen interessante Personen vor. Bzw. stellte. Denn heute erscheint der letzte Beitrag aus dieser Reihe, die mich dann doch einige Jahre begleitet hat.

Daher freue ich mich besonders, dass sich Melanie heute vorstellt.

Wir kennen uns bisher nicht persönlich, laufen uns aber virtuell immer wieder über den Weg. So hat sie z.B. vor einiger Zeit die Teilzeit Blogparade gestartet, bei der ich auch teilgenommen habe. später wurde aus der Blogparade noch eine Interviewreihe, bei der viele der Teilnehmer:innen via LinkedIn „Rede und Antwort“ stehen. Auf ihrer Webseite, die unten natürlich verlinkt ist, erfahrt ihr mehr dazu.

Außerdem hat Melanie dazu beigetragen, dass mein neuer WOL Circle voller spannender neuer Menschen gefüllt wurde. Daher doppelt Danke und nun: Bühne frei für….

Wer bist du?

Melanie Belitza

Was machst du beruflich?

Zu meinen Aufgaben gehört es, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, die das internationale Team Technische Dokumentation und Training (derzeit in Deutschland, der Slowakei, Ungarn und den USA) braucht, um gut und effektiv arbeiten zu können.
Zudem koordiniere ich alle Aufgaben und Anforderungen, die an uns gestellt werden und beschäftige mich mit Weiterentwicklung: Was sind Trends und potentielle Produkte in diesem Bereich, was ist dafür nötig und was braucht das Team, um dafür gerüstet zu sein? Und auch: Wie möchten sich die KollegInnen im Team weiterentwickeln?

Anfang des Jahres bin ich in mein Abenteuer Führen in Teilzeit gestartet und probiere ein für mich neues Lebens- und Arbeitsmodell aus.

…und wie kam es dazu?

Als Teenie wollte ich Journalistin werden und schrieb während der Oberstufe für die Schüler- und Lokalzeitung. Doch dann kam nach dem Abitur bei einem Praktikum die Technik dazu und so studierte ich Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Dokumentation und Kommunikation – im Hinterkopf das Ziel: Technik verständlich zu beschreiben.
Gestartet bin ich nach dem Studium als Trainee und habe verschiedene Bereiche des Unternehmens, in dem ich bis heute arbeite, kennengelernt.
Im Anschluss war ich dann im Bereich International Service tätig, wo ich für die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften und für verschiedene Prozessthemen, beispielsweise im Rahmen der ITIL-Einführung, verantwortlich war.

Es folgte die Stelle als Assistentin des Geschäftsführers für strategische Projekte, wobei eines dieser Projekte die Neuorganisation der Technischen Dokumentation war. Für die Umsetzung meines Konzepts wechselte ich in die Doku – meine erste Aufgabe mit Führungsverantwortung.
Zwei Jahre später kam dann das Team Training dazu und seitdem arbeite ich in der Rolle Head of Technical Documentation and Training. Nachdem die Umsetzung erfolgreich war und alles soweit reibungslos lief, suchte ich nach einem neuen Projekt.

Es hat ein bisschen gedauert, aber dann hat es gefunkt: die Themen lebenslanges Lernen, Netzwerke und neue Arbeit hatten mich gefunden.
Von da an wurde meine Lese-, Podcast- und Meetup-Liste länger und länger und ich hatte keine Ahnung, wann ich all das inmitten meines Alltags lesen, hören und lernen sollte.

Nachdem ich verschiedene Möglichkeiten durchgespielt und diese mit Familie, Freunden und meinem Netzwerk diskutiert hatte, war das Ergebnis: vier Tage Arbeiten und ein Tag für Lernen, Weiterentwicklung und meine persönlichen Herzensthemen.

Was ist dein größtes Geheimnis?

Puh… Vielleicht der eine einzige Punkt, den ich in meiner schriftlichen Abiturprüfung in Mathe erreicht habe?
Kam damals nicht unerwartet – ist es aber seitdem immer mal wieder, wenn jemand mein Abi-Zeugnis ausgräbt und die Frage aufkommt, wieso ich denn bitte trotzdem was mit Ingenieurwissenschaften studiert habe.

Berechtigte Frage, aber ich glaube, dass viel mehr möglich ist, als wir glauben oder uns zunächst zutrauen – vor allem, wenn wir wirklich etwas wollen.

Warum sollte man dich beauftragen?

Ich mag Menschen – und arbeite unglaublich gerne mit anderen zusammen und/oder unterstütze Zusammenarbeit.
Da bin ich mit dem Herzen und voller Empathie, Begeisterung und positiver Energie dabei, was dann auch ein großer Treiber für meine Themen und Projekte ist.

Mir ist wichtig basierend auf meinen Werten Vertrauen, Wertschätzung, Großzügigkeit und Dankbarkeit zu arbeiten.
Meine KollegInnen schätzen meinen Blick für Struktur und mein Händchen für Organisation, gerade auch in komplexen Projekten und nennen mich von Zeit zu Zeit augenzwinkernd auch mal Plananie.

Durch meinen Fokus auf Veränderung und Weiterentwicklung probiere ich immer wieder Neues aus und bringe so zudem neue Impulse und frischen Wind ein.

Dein Tipp für uns lautet?

Ein Team führen in Teilzeit geht nicht?
Mit mieser Mathe-Note kann man kein Studium der Ingenieurwissenschaften schaffen?
Aber sicher geht das!

Mir hilft es regelmäßig meine eigenen oder erlernten Glaubenssätze zu prüfen, denn wie schon gesagt, ist oftmals mehr möglich, als man denkt oder man sich zunächst zutraut.
Hiermit meine ich nicht höher, schneller, weiter, sondern ein in Frage stellen der selbst gesetzten Grenzen und Limits.

Manchmal gibt es sie aus gutem Grund und sie bleiben, manchmal gibt es ein „Preisschild“ (z.B. im Fall meiner Mathekenntnisse Tag und Nacht büffeln im Grundstudium) und man muss sich gut überlegen, ob es das wert ist, aber manchmal stellt man auch fest, dass eine Grenze nur im eigenen Kopf existierte.

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