5 Fragen an: Julia Post

In dieser Blogkategorie „5 Fragen an:“ stelle ich euch in unregelmäßigen Abständen interessante Personen vor.

Seit ich bei der Grünen Fraktion arbeite, lerne ich natürlich auch immer wieder andere Grüne Kollegen kenne, auch wenn sie nicht direkt in der Fraktion im Landtag arbeiten. Julia ist mir in einem Podcast mit Katha Schulze erst einmal virtuell begegnet. Wir haben uns ausgetauscht und direkt verstanden, so lag natürlich nichts näher, als sie für diesen Blog anzufragen.

Sie hat sehr spontan zugesagt und hier sind sie schon, ihre Antworten. Erfahrt im folgenden, was Julia zu den Grünen gebracht hat und was für Tipps sie für uns hat.

Wer bist du?

Julia Post

Was machst du beruflich?

Ich bin Politikwissenschaftlerin und mache freiberuflich Politikberatung für NGOs, Sozialunternehmen und Stiftungen. Ich unterstütze sie bei „Lobbyarbeit für die gute Sache“.

…und wie kam es dazu?

Ich habe parallel zu meiner Hotelfachausbildung Politik an der FernUni Hagen studiert. Nach ein paar Jahren in Festanstellung im Hotel, wurde der Wunsch, etwas mit meinem Studium anzufangen, immer stärker und ich hab gekündigt und mit Praktika bei NGOs die politische Welt erkundet.
In dieser Zeit habe ich dann auch ein eigenes Projekt zur Abfallvermeidung (Coffee To Go Again) ins Leben gerufen und bin so auch bei den Grünen gelandet.
Das war eine sehr intensive Zeit: Für mein Projekt hab ich u.a. ein Crowdfunding gemacht und bin durch sehr viele politische Institutionen getourt – hab also selbst Lobbyarbeit gemacht – und bei den Grünen bin ich parallel dazu sehr schnell im Vorstand gelandet. Ich bin immer tiefer in diese Welt eingetaucht und das von verschiedenen Blickwinkeln. Und so wurde mir immer klarer, dass Sozialunternehmen, Social Entrepreneure oder auch die Aktiven in der Zivilgesellschaft unglaublich tolle Arbeit leisten, der Bereich der Lobbyarbeit aber noch von sehr vielen vernachlässigt wird oder die Professionalisierung noch gesteigert werden könnte.
Gleichzeitig hab ich in den bereits existierenden Public Affairs Agenturen nicht so wirklich den richtigen Ansprechpartner für diese Menschen gesehen und hab mich kurzerhand selbständig damit gemacht, denn ich bin „eine von ihnen“ und finde so einen ganz anderen Zugang zu den Themen und Bedürfnissen.

Was ist dein größtes Geheimnis?

Du stellst Fragen 🙂 Ich glaube meinen schwarzen Humor kennen bisher nur gute Freunde 😈

Warum sollte man dich beauftragen?

Ich kenne die verschiedenen Welten, die an einen Tisch kommen müssen, aus eigener Erfahrung.
Daher weiß ich auch, was meine Kund*innen überhaupt leisten können, Stichwort Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen.
Ich schärfe den Blick für den nächsten Schritt, der auch tatsächlich umsetzbar ist und gleichzeitig eine hohe Reichweite und echte Erfolgsaussichten hat. Das motiviert dann wieder für den nächsten Schritt. Lobbyarbeit auf dieser Ebene ist wie eine Reise. Und ich bin eine gute Reisebegleitung.
Nicht nur, weil ich sehr unkompliziert in der Zusammenarbeit bin, sondern auch, weil ich meine Kund*innen lieber befähige, sich selbst auf diesem Gebiet zurechtzufinden, als sie dauerhaft an mich zu binden.

Dein Tipp für uns lautet?

Mach Dich auf den Weg und Du wirst belohnt!

www.openyourwindow.de