5 Fragen an: Jan Fellien

In dieser Blogkategorie „5 Fragen an:“ stelle ich euch in unregelmäßigen Abständen interessante Personen vor. Sie erzählen hier jeweils ein paar Dinge über sich.
Jan, der sich heute vorstellt, kenne ich schon eine Weile. Wir haben uns bei einem Projekt für Microsoft und Aktion Mensch kennen gelernt und ich denke ich kann mit gutem Gewissen behaupten: Wir haben eine ähnliche Wellenlänge. Jan ist außerdem Mitgründer eines ganz tollen neuen Projektes, aber lest selbst:

Wer bist du?

Jan „Janek“ Fellien

Was machst du beruflich?

Aktuell bin ich Technology Coach bei der Inclusify AG

…und wie kam es dazu?

Ach, ich bin schon lange im Bereich IT tätig. Um genau zu sein, seit 26 Jahren.
Früher habe ich völlig normale Softwaresysteme entwickelt. Seit es die Cloud gibt tummel ich mich dort herum und entwickelte Systeme, die international verteilt funktionieren müssen.
Im Laufe der Zeit verschob sich mein Fokus in der Entwicklung von den Bits und Bytes hin zu den Geschäftsprozessen. Sprich der Mensch rückte in den Fokus.

Bei der Inclusify bin ich nun als Coach tätig, weil ich daran glaube, dass in fast allen Softwaresystemen Potential vorhanden ist, diese Systeme menschenfreundlicher zu gestalten.
Die Palette der Möglichkeiten reicht von „Oh, das ist ja einfach“ bis „das hätte ich nicht gedacht, dass das geht“.

Was ist dein größtes Geheimnis?

Schöne Frage.
Es gibt ein paar Dinge, die die Welt da draußen nicht weiß, das ist auch gut so. Aber zumindest kann ich die Decke ein wenig lüften.
In der Zeit von 1988 bis 1990 war ich ziemlich aktiv in der linken Szene in Berlin und war Hausbesetzer im wahrscheinlich ersten besetzten Haus Ost-Berlins.

Wilde Zeiten, aber auch sehr lehrreich für die vielen Jahre danach.
Ich habe dort Toleranz und vor allem viel über das Menschsein gelernt.

Warum sollte man dich beauftragen?

Nun, ich habe sehr viel gesehen und erlebt.
Zum einen technologisch, aber auch auf der sozialen Ebene. Seit nun gut 8 Jahren verbinde ich diese beiden Aspekte und suche nicht immer gleich nach einer digitalen Lösung oder erschlage ein Softwareproblem mit einer out-of-the-box Applikation. Mir sind die Menschen erst einmal wichtiger als die Software.

Wenn ich in ein Projekt komme, dann schaue ich mir mit den Experten erst einmal die Geschäftsprozesse an, wie sie sind, um dann zu schauen, ob es eine einfache Lösung gibt.
Wir nennen das „Die Problem-Domäne verstehen und dafür eine Lösungs-Domäne modellieren.“
Im Zusammenhang mit der Inclusify gehen wir nun noch einen Schritt weiter und modellieren eine Lösung, bei der die Inklusion im Vordergrund steht.
Denn ein Produkt, das von fast jedem bedient werden kann, ist per se inklusiv. Denkst du nicht?

Dein Tipp für uns lautet?

Im Grunde lebe ich nach zwei Maximen, die mir das Leben ein stückweit interessanter gestaltet haben: „Gehe deinen eigenen Weg, dann kannst du nicht überholt werden“ ein Spruch von Marlon Brando und „Umgib dich nur mit Menschen, die dir gut tun“
Hier weiß ich nicht, wer das mal prägte.
In jedem Fall gerät man dadurch in positive Konflikte mit sich selbst und Anderen.

https://inclusify.de